Arcons Tagebuch
Rahja 33 Hal
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Der folgende Text enthält Informationen aus einem offiziellen Abenteuer. In diesem Fall "Die elementare Vergeltung" aus dem Sammelband "Drachenodem". Die Informationen reichen weder als Vorlage um das Abenteuer zu meistern, noch als Komplettlösung für Spieler. Dennoch rate ich davon ab diesen Teil des Tagebuchs zu lesen, wenn man als Spieler eben jenes Abenteuer noch vor sich hat.
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5. Rahja 33 Hal Auch die vergangene Woche waren wir schneller als wir zu hoffen wagten. Wir haben Punin in einer fantastischen Zeit erreicht. Heute Nacht werden wir uns ausschlafen können. Morgen werden wir uns ordentlich waschen und einkleiden, um dann gegen Mittag den Weg nach Cumrat anzutreten.
6. Rahja 33 Hal Ich glaube, ich spinne. Haben hier alle den Verstand verloren? Da werde ich nach Cumrat gerufen, hetze hier her und glaube daran, dass meine Fähigkeiten als Krieger gebraucht werden und dann geht es einfach nur darum, die Geistesstörung des Prinzen zu behandeln. Klar, ich bin meist dunkel gekleidet, aber mache ich den Eindruck, als wäre ich Noionit? Noch dazu greift der Wahnsinn um sich. Dass der Prinz nicht ganz bei Trost ist, ist ja inzwischen aktenkundig, aber ich zweifle im Moment auch an dem Geisteszustand ihrer Majestät. Was fällt denen ein, uns - und insbesondere mir - solch eine Aufgabe zu übertragen? Als Torjin, Rondarion und ich vom Treffen mit ihrer Majestät zurückkamen, sahen wir Fenia und Elcarna im Warteraum singen. Saya saß mit zugehaltenen Ohren am Fensterbrett und Landor machte irgendwelche merkwürdigen Verrenkungen. Wie gesagt: der Wahnsinn greift um sich. Ich habe keine Ahnung, was wir tun sollen. Torjin will abhauen, bevor auch er des Wahnsinns Beute wird. Ich finde, gerade er sollte sich da nicht zu viel Sorgen machen. Rondarion macht auch den Eindruck, als würde er sich lieber wieder auf den Weg machen. Die Meinung der anderen vier interessiert mich im Moment nicht. Den Auftrag einer solch mächtigen und einflussreichen Frau möchte ich nicht ablehnen. Selbst wenn der Auftrag nicht unbedingt mein Spezialgebiet betrifft, würde eine Lösung dieses Problems meinen Namen endgültig in die Erinnerung des Kaiserhauses eintragen.
7. Rahja 33 Hal Wir haben nun alles untersucht was uns eingefallen ist. Saya, Fenia und ich haben mit dem Prinzen und allen anderen gesprochen, die uns wichtig erschienen. Torjin und Rondarion haben die Gemächer des Prinzen gründlich untersucht und Elcarna und Landor haben auf magischem Weg versucht uns weiter zu helfen. Wir haben keine Spur, keinen Plan und keine Ahnung. Wir haben ein Problem. Die Motivation meiner Mitstreiter ist auch am Boden.
Was muss einem im Kopf vorgehen, um uns solch einen Auftrag zu geben?
13. Rahja 33 Hal Die großen drei Erkenntnisse der letzten Tage. Punkt eins: Möglicherweise habe ich die Sache mit dem Wahnsinn etwas zu eng gesehen. Der Prinz ist nicht verrückt und auch Saya und Fenia dürften nicht verrückt sein. Bei Landor, Elcarna und ihrer Majestät bin ich mir noch nicht sicher.
Nun die Zusammenfassung: Die Probleme des Prinzen hatten tatsächlich eine Ursache, gegen die man vorgehen kann. Wir dürfen aber nicht gegen diese Ursache vorgehen. Laut den Magiern aus Punin, die in dieser Sache zu Rate gezogen wurden, wäre es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Wir wären nicht angemessen ausgerüstet und es wäre überhaupt zu gefährlich. Mit anderen Worten: Die wissen nicht, was zu tun ist und haben Angst, dass wir dieses Problem ohne ihre Hilfe klären könnten. Nun gut, auf Anraten der Magier werden wir morgen zum Schlund aufbrechen. Da dieses Problem in gewisser Weise mit einem Drachen zu tun hat, wäre die Hilfe der Angroschgeweihten dort angebracht. Ich hätte zwar gesagt wir schaffen das auch so, aber egal. Im Gegensatz zum Prinzen habe ich ja keine Schlafprobleme. Landor begleitet uns übrigens nicht. Ausgerechnet unser Heiler ist ans Bett gefesselt.
18. Rahja 33 Hal Heute Morgen war Saya verschwunden. Ich hab es zuerst gar nicht gemerkt, da ich gestern doch etwas mehr getrunken habe. Sie ist zwar wieder aufgetaucht, aber irgendwie scheint es ihr nicht gut zu gehen. Saya schwafelte irgendwas von einem Traum und friedlichen Fluten. Allem Anschein nach hat sie sich beim Schlafwandeln in den Yaquir gestürzt. Anscheinend müssen wir sie nun beim Schlafen fesseln. Fenia unterhält sich gerade noch mit ihr. Sie hofft wohl, ihr diese Selbstmordidee auszureden.
22. Rahja 33 Hal Saya geht es von Tag zu Tag schlechter. Wir lassen sie auf Wirselkraut rumkauen, aber es scheint nicht zu helfen. Inzwischen habe ich sie zu mir auf's Pferd genommen. Sie kann sich kaum noch alleine aufrecht halten. Auch Landor weiß nicht, was er tun kann, um zu helfen. Wir beeilen uns und hoffen, bald einen Ort mit einem Geweihten zu finden. Unsere letzte Hoffnung Saya zu helfen, ist göttlicher Beistand.
24. Rahja 33 Hal Unsere Elfe hat es überstanden. Wie genau und warum verstehe ich nicht. Heute war überhaupt ein sehr merkwürdiger Tag. Gestern habe ich mir noch Sorgen gemacht, die Elfe stirbt mir auf dem Pferderücken weg und heute mach ich mir Sorgen, dass es mein Verstand war, der das Zeitliche gesegnet hat. Ich glaube nur deswegen nicht, dass es eine Halluzination war, weil Torjin und Rondarion scheinbar etwas Ähnliches gesehen haben. Egal, alles wird gut.
29. Rahja 33 Hal Wir haben den Schlund inzwischen erreicht. Der Weg war gegen Ende zwar etwas anstrengend, aber wir haben es geschafft. Die Geweihtenschaft hier war auch schnell bereit uns zu helfen, als wir den Drachen erwähnten. Wir sind schon seit zwei Tagen hier. Genug Zeit, um viele Dummheiten zu machen. Ich habe es in dieser Zeit fertig gebracht zu Angrosch zu beten, was nicht unbedingt mit meinem Glauben konform geht und ich habe mich bei der Gelegenheit auch fast umgebracht. Trotz diesen nicht zwingend positiven Erlebnissen werde ich noch ein paar Tage hier bleiben. Die Namenlosen Tage stehen vor der Tür und nach unseren Erlebnissen vor zwei Jahren haben wir beschlossen zu dieser Zeit nicht zurück nach Cumrat zu reisen. Am ersten Praios werden wir aufbrechen. Bis dahin haben wir hier im Schlund eine kleine aber dafür geweihte Unterkunft. Ach, bevor ich es vergesse. Wir sind nun auch bestens gerüstet, um das Problem des Prinzen zu lösen.
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Simon Ross (c), 2006 - 2012
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