Arcons Tagebuch Praios 34 Hal |
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| Der folgende Text enthält Informationen aus einem offiziellen Abenteuer. In diesem Fall "Die elementare Vergeltung" aus dem Sammelband "Drachenodem". Die Informationen reichen weder als Vorlage um das Abenteuer zu meistern, noch als Komplettlösung für Spieler. Dennoch rate ich davon ab diesen Teil des Tagebuchs zu lesen, wenn man als Spieler eben jenes Abenteuer noch vor sich hat. |
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| 2. Praios 34 Hal |
Wir haben die Tage zwischen den Jahren gut überstanden und sind seit gestern wieder unterwegs. In der Zeit im Schlund habe ich einige Geschichten gehört. Zum Beispiel wurde mir von einer Schlacht erzählt, die dort vor inzwischen sechs Jahren stattfand. Zordos, die Gezeichneten und eine Eliteeinheit der kaiserlichen Armee haben das Heiligtum gegen eine Horde Borbaradianer gehalten. Der Tempelvorsteher erzählte auch, dass in der Schlacht der Rondrakamm des großen Connar Sandström zerbrach. Ich warf einen sorgenvollen Blick auf meine Waffe und Torjin klopfte zufrieden auf seine Armbrust. Das werde ich mir merken.
Unsere Rückreise verläuft gut. Saya ist wieder voll und ganz auf den Beinen und auch sonst scheint uns nichts im Wege zu stehen. |
| 7. Praios 34 Hal |
Wir kommen gut voran. Obwohl das Tempo recht zügig ist, beklagt sich niemand. Die vor uns liegende Aufgabe schwirrt uns allen im Kopf herum. Bei Rondarion, Torjin und mir ist es wohl eher Spannung und Vorfreude, die uns beschäftigt. Bei Fenia ist es Angst, da bin ich mir sicher. Was es bei Saya ist, kann ich nicht sagen. Die Kleine könnte größenwahnsinnig genug sein, um sich zu freuen. Möglicherweise färbe ich auf sie ab. Was in Landor vor sich geht, wage ich gar nicht zu vermuten. Mich in Magier zu versetzten, liegt mir nicht. |
| 11. Praios 34 Hal |
Wir haben Cumrat erreicht. Nun schlafen wir uns noch einmal aus. Morgen werden wir uns in den Kampf werfen. Drei Puniner Magier und einige Arbeiter werden uns begleiten. Der Kampf wird hart, aber wir haben die Ausrüstung und die Fähigkeiten, um ihn zu überleben. Ehrlich gesagt würde ich mich wohler fühlen, wenn Elcarna und vor allem Xavorim an unserer Seite stehen würden. |
| 12. Praios 34 Hal |
Wir haben heute einen großen Sieg errungen. Ganz ohne Opfer ging es leider nicht. Einer der Arbeiter und alle drei Magier aus Punin, die uns begleitet haben, sind nicht mehr am Leben. Es war wohl meine Schuld, dass die Magier nicht überlebt haben. Ich hatte jedoch keine andere Möglichkeit. Um ehrlich zu sein, ich dachte niemand würde überleben. Es war wohl einzig und alleine göttlichem Beistand zu verdanken, dass meine Freunde und ich überlebt haben. Wir alle spürten die Flammen auf unserer Haut, doch sie verbrannten uns nicht.
An dieser Stelle möchte noch erwähnen, dass ich von Saya und Fenia in diesem Kampf heute sehr beeindruckt war. Beide haben sich tapfer gehalten. Herz haben beide, nun ist es an Rondarion und mir ihnen auch etwas beizubringen.
Wir kamen direkt vom Kampf als wir den hohen Herrschaften Bericht erstatteten. Unser Auftreten wurde nicht ganz so gut aufgenommen. Daher wurde die Botschaft unseres Siegs mit gewisser Skepsis entgegengenommen. Wir sind aber zuversichtlich und auch der Prinz wirkt optimistisch. |
| 13. Praios 34 Hal |
Der Prinz ist in der Tat von den Stimmen, die er hörte, befreit. Zur Feier seiner Genesung wurde heute Abend ein Festbankett gegeben. Wir durften daran teilnehmen. Einmal mehr haben wir nicht unbedingt eine tolle Figur abgegeben. Immerhin haben wir uns nicht völlig bloß gestellt. Wir gelten hier wohl in Zukunft als unkonventionell, aber immerhin sind wir effektiv und das haben wir bewiesen. Auch eine Belohnung wurde uns zugedacht. 50 Dukaten für jeden von uns und ein Orden. Der bronzene Greif am blauen Band. Nicht der tollste Orden, den das Mittelreich zu vergeben hat, aber ich habe ja noch etwas Zeit. Der Abend war lang und ich werde mich nun zu Bett begeben. |
| 16. Praios 34 Hal |
Wir haben nun schon einige Tage hier in Cumrat gewartet. Elcarna scheint es nicht besser zu gehen. Wir verhalten uns so ruhig wie es geht, dennoch werden wir die Gastfreundschaft hier nicht mehr lange beanspruchen. Allem Anschein nach müssen wir Elcarna für's erste hier zurück lassen. Immerhin wissen wir, dass er hier in guten Händen ist. |
| 19. Praios 34 Hal |
Morgen brechen wir auf. Elcarnas Zustand blieb unverändert bis heute. Wir werden nach Norden gehen. Torjin möchte ins Bornland und ich werde ihn begleiten. Auch die anderen kommen mit. Wir sind uns nicht sicher, ob El wirklich versteht, was wir ihm erzählen, also hinterlassen wir ihm eine Nachricht. Ich bin mir zwar nicht einmal sicher, ob er uns überhaupt folgen möchte, aber wir werden ja sehen. Meine besten Wünsche begleiten ihn auf seinem Weg zurück unter die Lebenden. |
| 23. Praios 34 Hal |
Wir reiten gen Norden. Diesmal herrscht keine Hektik. Unser Ziel läuft uns nicht weg und niemand sitzt uns im Nacken. Die Stimmung ist nicht schlecht, aber dennoch leicht gedämpft. Zum einen hallt unser Triumph noch in unseren Köpfen und Herzen nach, doch zum anderen sorgen wir uns um Elcarna.
Rondarion und ich trainieren wieder jeden Abend. Auch Saya hat sich uns angeschlossen. Sie ist nicht wirklich talentiert, aber wie ich schon sagte, sie hat Herz. Immerhin hat sie inzwischen viele Arten kennen gelernt, wie man ein Schwert nicht hält. |
| 25. Praios 34 Hal |
Gestern war mal ein echt schräger Tag. Wir wollten uns nur wegen eines Sommergewitters unterstellen und das endete in einer Katastrophe. Wir fanden in einer Scheune einen Unterstand. Höflich wie wir sind, fragten wir sogar noch, ob wir uns dort unterstellen dürften. Wir haben es uns noch nicht mal ordentlich bequem gemacht, da schlug der Blitz in das Wohnhaus neben der Scheune ein. Zuerst hörten wir nur einen lauten Knall, aber kaum hatten wir die Scheune verlassen, sahen wir auch schon den beginnenden Brand. Ich wollte natürlich die alte Dame, die uns Unterstand gewährte, nicht im Feuer umkommen lassen und so brach ich in ihr Haus ein, um sie nach draußen zu bringen. Ein zweckloses Unterfangen wie ich feststellen musste. Zwar war die Frau vom Feuer noch verschont, doch in der knappen Stunde, die wir in der Scheune waren, hatte jemand oder etwas sie enthauptet. Es war kein schöner Anblick. Da ich in dem kleinen Haus nicht genug Platz für einen anständigen Kampf hatte, beschloss ich, ohne mich weiter umzusehen, das Haus zu verlassen. Saya versuchte noch den Hund zu retten, der sein totes Frauchen anwinselte. Der kleine Hund dürfte sie drei oder vier Mal gebissen haben bis sie ihn vor dem Haus absetzten konnte. Danach rannte er wieder hinein, um weiterhin sein Frauchen anzuwinseln. Hätte ich davor nicht die tote Frau gesehen, ich hätte wohl herzhaft darüber gelacht.
Wir konnten nun also nicht viel tun. Die Frau war tot, der Hund war nicht zu retten und auch das Feuer konnten wir nicht löschen. Kompliziert wurde die Sache erst als die Familie der Frau nach Hause kam. Auch sie stürmten in das Haus, in der Hoffnung noch etwas tun zu können, und auch ihnen fiel auf, dass die Frau enthauptet wurde. Einen Moment lang fragte ich mich, ob sie uns die Schuld daran geben würden. Einen Moment später ärgerte ich mich über diese Frage. Natürlich gaben sie uns die Schuld. Ich hätte mich ja mit ihnen darüber unterhalten, doch das Feuer hatte unsere Pferde dazu veranlasst sich loszureißen und das Weite zu suchen. Torjin und ich brauchten eine gute Stunde, um die Pferde wieder einzufangen. Eines der Pferde, das von Landor, war von einer Gruppe Goblins gefangen worden. Es kostete mich fünf Silbertaler und acht Heller es freizukaufen.
Als wir mit den Pferden zurück kamen, war der örtliche Schulze bereits eingetroffen. Er musste feststellen, dass dieser Vorfall und vor allem unsere Verwicklung darin seine Befugnisse überstiegen und so machten wir noch einen Abstecher zum Baron, nur um erneut unsere Unschuld zu beteuern. Immerhin wurde uns geglaubt. Wir verloren einige Zeit, aber morgen werden wir wohl wieder auf die Reichsstraße kommen und dann können wir unsere Reise fortsetzten. |
| 29. Praios 34 Hal |
Ja, von wegen wir kommen zurück auf die Reichsstraße. Als ich am Morgen nach meinem letzten Eintrag aufwachte, machte ich drei erschreckende Erkenntnisse. Zum einen war das Feuer aus, zum zweiten waren unsere Pferde verschwunden und zur Krönung der ganzen Sache musste ich erkennen, dass Saya auch im stehen schlafen kann. Während unsere Elfe ihre Schicht als Wache für ihre persönliche Erholung nutzte, hatte jemand unsere Pferde geklaut. Es war nicht leicht den Spuren zu folgen. Landor brauchte mehr als eine Stunde, bevor er einräumte, dass er keine weiteren magischen Spuren hatte, denen wir folgen konnten. Es war Torjin und seinem Wissen über Steine zu verdanken, dass wir erkannten in welche Richtung die Pferde durch den Bach geführt wurden. Wir folgten den Spuren so schnell wir konnten. Es dauerte bis gestern Abend bevor wir ein Lager der Pferdediebe bemerkten. Es war eine Horde von Goblins die unsere und noch zahlreiche weitere Pferde ``gefunden'' hatten. Diesmal war ich nicht gewillt die Tiere freizukaufen. Dieses Mal wollte ich Blut sehen. Wir machten uns gerade fertig das Lager zu stürmen, als Saya, die schon mal die Lage auskundschaftete, entdeckt wurde. Als Rondarion und ich das Lager erreichten, waren die meisten Goblins schon geflohen. Rondarion erwischte noch einen und Torjin konnte noch einen mit der Armbrust erlegen. Ich versuchte die Goblinfrau zu stellen, die allem Anschein nach die Anführerin dieses Haufens war. Ich bin mir übrigens sicher, dass es dieselbe Frau war, bei der ich ein paar Tage zuvor Landors Pferd freikaufte. Ich verfehlte sie allerdings mit meinen Schlägen und sie entkam. Ich verstehe bis heute nicht, wie sie mir ausweichen konnte. Ich war so wütend und frustriert. Ich konnte nicht anders als meine Wut an einem der Pferde auszulassen. Ich hatte Glück, dass es eines von den fremden Pferden war. Meine Trallopper Riesen habe ich zurück. Für Salsadra hingegen kam jede Hilfe zu spät. Sie hing schon seit geraumer Zeit über dem Feuer und konnte uns nur noch als Abendessen dienen. Sie war ein gutes Pferd und auch wenn ich bereits mit dem Gedanken gespielt habe sie an Saya zu verkaufen, ich werde sie vermissen.
Wir haben dann gleich das Lager der Goblins für unsere Rast verwendet. Das unglückliche Pferd, welches mir zum Opfer fiel wurde von Torjin und Saya ausgenommen. Was sie genau gemacht haben, habe ich nicht beobachtet. Ich trauerte um Salsadra. Die restlichen fremden Pferde mussten wir dann auch abgeben. Eine Gruppe von Reitern, die offensichtlich dem Baron dienten, war auch auf der Suche nach den Pferdedieben und auch sie fanden das Lager in dieser Nacht. Wenigstens wurden wir nicht für die Diebe gehalten. Die zwei toten Goblins reichten als Beweis unserer Unschuld.
Heute sind wir dann wieder weiter gezogen. Wir möchten Ragath nun so schnell wie möglich verlassen nach diesen ganzen Dingen, die uns hier passiert sind. |
| 30. Praios 34 Hal |
Die Elfe hat noch versucht sich bei mir zu entschuldigen. Ich war schon wütend auf sie als wir die Pferde noch nicht gefunden hatten, aber nun, da Salsadra tot ist, kann mir das unnötige Spitzohr gestohlen bleiben. |
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