| 2. Ingerimm 33 Hal |
Gestern sind wir in Riva angekommen. Heute sind wir schon wieder unterwegs. Ich habe gerade erst alle begrüßt, da gab mir Rikon schon einen Brief, der an mich adressiert war. Ich wurde nach Cumrat gerufen und zwar von ihrer Majestät Algunde. Diesmal geht es um mich und meine Begleiter. Nicht um Torjin und seine Begleiter und nicht um Rondarion und dessen Begleiter. Ich bin gespannt wobei meine Hilfe erwünscht ist. Wir haben in Riva übernachtet und uns sofort wieder auf den Weg gemacht. Ich habe mir von Onkel Reon zwei Pferde ausgeborgt, damit wir schneller sind. Erst danach ist mir eröffnet worden, dass Elcarna und Fenia nicht reiten können. Wir waren also heute nicht wirklich schneller. Daran arbeiten wir ab morgen. |
| 3. Ingerimm 33 Hal |
Nun, wir sind heute etwas besser vorangekommen. Elcarna und Fenia sind sehr lernfähig. Obwohl wir zeitweise wirklich schnell geritten sind, fielen beide kein einziges Mal vom Pferd. Ein Gutteil des Lobes gehört dafür allerdings Saya, die unsere Fußgänger fachgerecht und anständig an die Sättel gebunden hat. Torjin, Saya und ich haben am Abend noch über die richtigen Stellen diskutiert, an denen die Seile sitzen sollten. Mit der heutigen Variante waren Elcarna und Fenia nicht so glücklich. Die beiden versuchen bereits zu schlafen. Ich vermute heute Nacht probieren sie es bäuchlings, denn Rücken und Gesäß dürften den beiden einfach zu wehtun. |
| 5. Ingerimm 33 Hal |
Die Reise geht gut voran. Es sind kaum mehr Schmerzensschreie von Fenia und Elcarna zu hören. Ich glaube zwar nicht, dass die beiden weniger schreien, doch wir anderen haben uns inzwischen einfach daran gewöhnt. |
| 8. Ingerimm 33 Hal |
Wir haben heute erstmals darauf verzichtet Fenia anzubinden. Deswegen waren wir heute auch langsamer. Trotz des geringen Tempos war Elcarna weiterhin gesichert. Er macht einfach noch keinen so guten Eindruck auf dem Pferderücken. Darüber hinaus hat uns Zordos ja schon zahlreiche Male erzählt, wie schwer den Magiern das reiten fällt. Fenia hat sich halbwegs gehalten. Ob ich ihr in den letzten Tagen wirklich reiten beigebracht habe, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall hat sie sich heute nicht schwerer verletzt. |
| 11. Ingerimm 33 Hal |
Unsere Reise verläuft weiterhin gut. Wir haben sogar schon Elcarna losbinden können. Er war sehr erleichtert. Naja, zumindest bis wir dann los geritten sind. Er musste einsehen, dass die Seile es doch deutlich leichter machen nicht vom Pferd zu fallen. Allerdings blieben auch ihm Verletzungen erspart. Wir werden sehen, ob unser Glück anhält. |
| 16. Ingerimm 33 Hal |
Bedenkt man die Tatsache, dass wir so viel im Galopp reiten wie schon lange nicht mehr und zwei Leute dabei haben, die nicht wirklich reiten können, ist es bisher doch sehr gut gelaufen. Heute ist zum ersten Mal doch etwas passiert. Fenia ist auf recht unelegante und vor allem unfreiwillige Art vom Pferd abgestiegen. Die Landung war hart und schmerzhaft. Es ist Elcarnas Fähigkeiten als Heiler zu verdanken, dass wir unsere Reise nahezu ohne Unterbrechung fortsetzten können. Es war übrigens nicht Fenias Unerfahrenheit, die den Sturz verursachte. Die Stute, auf der sie reitet, ist noch jung und hat uns heute eine gewisse Angst vor Schlangen offenbart. So wie das Tier in die Höhe gestiegen ist, hätte auch ich mich nicht am Pferd gehalten. Auch Torjin wäre gestürzt. Ich schätze er weiß das auch. Es hat ihn aber nicht davon abgehalten mit einem kleinen Kunststück an der liegenden Fenia vorbei zu reiten. |
| 20. Ingerimm 33 Hal |
In den letzten Tagen wollte das Wetter nicht so wie wir. Glücklicherweise stand dies unserem Vorankommen nicht im Weg. Befestigte Straßen sind etwas Feines. Die Stimmung bei uns ist etwas getrübt. Rondarion und ich sind genervt, weil es jeden Abend gilt unsere Rüstungen gründlich zu putzen. Die anderen sind einfach nur genervt, weil es ihnen ständig auf den Kopf regnet. |
| 29. Ingerimm 33 Hal |
Wir haben das Tempo nochmals verschärft. Wir machen kaum noch Rast und schlafen nur das Nötigste. Die Pferde halten sich gut. Manchmal scheinen sie den Auslauf richtig zu genießen. Wir haben alle größeren Städte auf unserem Weg umgangen. Meistens sind wir auf die Art schneller als wenn wir durchreiten. Es scheint sich aber auszuzahlen. Wir werden vermutlich nur noch etwas mehr als eine Woche brauchen. Damit wären wir schneller als wir gehofft hatten. |