Pan v. d. Ottajasko Jegar
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gespielt von Michi (4.1 Edition)
Rasse: Firnelfe
Kultur: Thorwal
Beruf: Bogenbauerin
Alter: unbekannt
AP: ~17000
Hintergrund:

Man nennt mich Pan. Viele Leute sagen ich sei eine Elfe, genau genommen eine Firnelfe, doch das ist nicht wahr. Vermutlich waren meine Eltern Firnelfen, doch genau weiß ich das nicht. Genau genommen, weiß ich gar nichts über mich.
Was ich über mein Leben sagen kann ist, dass es im Herbst des Jahres 1014 BF auf gewisse Weise begonnen hat. Wann ich wirklich geboren wurde, weiß ich nicht. Ich weiß eigentlich gar nicht, ob ich überhaupt geboren wurde, aber ich gehe eben mal davon aus. Im Travia des Jahres 1014 BF wurde ich, bewusstlos an der Küste von Thorwal von einem Jungen namens Phileas gefunden. Er brachte mich in sein Dorf, wo mich die Einwohner pflegten und sich um mich kümmerten. Die Leute waren sehr freundlich zu mir auch wenn ich nicht verstand, was sie mir sagten. Ich konnte mich ihnen auch nicht verständlich machen. Für mich war das nicht so schlimm, denn ich hätte ohnehin nicht gewusst was ich ihnen sagen sollte. Das erste Bild in meiner Erinnerung zeigt mir einen jungen und einen alten Thorwaler, die mich anlächeln. Wie gesagt behandelten mich die Thorwaler gut. Ich mag wohl ein paar Tage bei ihnen in einer Hütte gelegen haben bis ich wieder bei Kräften war. Sie brachten mir in dieser Zeit sogar einige Wörter ihrer Sprache bei.
So nett die Thorwaler zu mir waren, so furchtbar war meine Situation. Ich wusste nicht wer ich war, woher ich kam oder wohin ich gehen sollte. Mir war sehr oft in diesen Tagen zu weinen zu mute. Ich kam aber nie wirklich dazu aus Trauer zu weinen. Sobald meine Augen feucht wurden, waren zwei Jungen da, die mich aufheiterten. Es waren der kleine Phileas, der auch eine, der beiden Personen ist, die ich sah als ich aufwachte und sein guter Freund Swafnan. Klein ist eigentlich das falsche Wort für Phileas, denn obwohl er damals noch ein Kind war, war er schon größer als ich. Sein Freund Swafnan war noch größer. Immer wenn ich traurig war, waren die beiden da. Phileas legte seine Hand auf meine Schulter und sagte etwas was ich nicht verstand und wenn ich ihn dann mit einem fragenden Blick ansah, hielt mir plötzlich Swafnan irgend etwas unter die Nase. Meistens war es etwas zu essen, ein Stück gegrillter Fisch oder eine Frucht. Dann musste ich meistens erst recht weinen. Nicht weil ich traurig war, sondern weil sich die beiden so fürsorglich um mich kümmerten.
Drei Mal in diesen Tagen kamen Elfen zu mir. Sie sahen mich eindringlich an und sprachen in einer Sprache zu mir, die ich noch weniger Verstand als die der Thorwaler. Danach gingen sie wieder. Heute weiß ich, die Thorwaler wollten, dass die Elfen mich mitnahmen und zu meiner Familie brachten. Die Elfen lehnten aber immer ab und sagten etwas davon, dass ich Unglück bringen würde. Nun diese Elfen waren mir schon damals unsympathisch.
Die meisten Thorwaler wichen mir danach aus. Ich sah kaum mehr jemanden außer Phileas und Swafnan. Der einzige erwachsene Thorwaler, der immer noch zu mir kam, war der alte Thorwaler, der auch da war, als ich erwachte. Sein Name ist Kern und er ist der Großvater von Phileas. Kern nahm mich in sein Haus auf. Phileas und Swafnan beschäftigten mich den ganzen Tag und Kern gab mir ein Dach über dem Kopf. Mit der Zeit behandelten mich auch die anderen Thorwaler wieder besser. Ich lernte auch immer mehr von ihrer Sprache. Bald schon konnte ich mich mit Phileas, Swafnan und Kern unterhalten. Sie wollten wissen wie mein Name war und woher ich kam, doch da ich es selbst nicht wusste, konnte ich ihnen keine Antwort geben. So beschlossen sie mir einen Namen zu geben. Ihnen fiel aber kein Name ein, der einer kleinen Elfe gerecht wurde. Zu dieser Zeit war gerade Phileas Onkel, Zordos von seinen Abenteuern in der weiten Welt mal wieder daheim auf Besuch und da er ja so viel in der Welt erlebt hatte, fragte man ihn nach einem elfischen Frauennamen. Spontan antwortete er Pardona ohne sich näher dafür zu interessieren. So nannten sie mich Pardona. Erst am nächsten Morgen lernte Zordos mich kennen und erfuhr, dass der Name für mich war. Als ich ihm also als Pardona vorgestellt wurde, wurde er bleich im Gesicht und nahm seine Axt zu sich. Er wollte mich schon erschlagen, da hielt er plötzlich inne und fing an laut zu lachen. Er begriff was passiert war und erklärte uns allen wer Pardona eigentlich sei. Es ist wohl verständlich, dass ich nicht den Namen einer Frau tragen wollte, die die Elfen so fürchten wie die Menschen den Namenlosen. Sie nannten mich von da an Pan. Der Name gefiel mir auch besser. Mit der Zeit wurde ich mehr und mehr in das Dorf integriert. Ich lernte viel über die thorwalschen Bräuche und Sitten. Sie gaben mir auch Bier, Met und Premer Feuer zu trinken. Ich bin wohl für solche Getränke nicht geschaffen. Zwar habe ich mich an den Geschmack gewöhnt, doch all zu viel davon kann ich nicht trinken. Ich war immer sehr schnell betrunken. Heute weiß ich, dass ich hier von thorwalschen Verhältnissen spreche. Für eine Elfe kann ich sogar erstaunlich viel trinken, ohne, dass sich eine Wirkung zeigt.
Ich wurde auch bald mit dem thorwalschen Bild von Elfen konfrontiert. So war es für die Thorwaler selbstverständlich, dass eine Elfe mit Pfeil und Bogen zurecht kam. Ich war nicht unbegabt mit dem Bogen doch blieb ich weit unter den Erwartungen der Thorwaler. Ich beschloss also zu üben. Ich habe viele Pfeile verschossen. Ich wusste ja bereits um Dinge wie Geld und Wert, was wie ich heute weiß den Elfen eigentlich fremd ist. Ich wollte auch Kern nicht auf der Tasche liegen, also machte ich mir meine Pfeile selber. Ich stellte auch fest, dass der Bogen mit dem ich übte mir eigentlich zu schwer war. Ich bastelte mir einen eigenen. Es brauchte gut zwei duzend Versuche bevor ich einen brauchbaren Bogen zusammenbrachte. Der war aber auch nicht gut genug und so fing ich an immer mehr Bögen zu bauen. Meine Versuche blieben nicht unbemerkt. Martus, ein Tulamide, der aber in Thorwal seine Heimat gewählt hatte, sah meine Versuche und erklärte mir was ich besser machen konnte. Er kannte sich mit dem Bogen aus und so brachte er mir alles bei was er wusste. Ich war eine gute Schülerin. Nach rund zweieinhalb Jahren konnte ich Bögen bauen, die genauso gut waren wie die von Martus. Nach einem weiteren Jahr konnte ich es sogar noch besser. Martus sagte ich würde wohl Magie in meine Bögen einbauen. Er meinte dies als Scherz, weil ich schon besser war als er, doch heute weiß ich, er hatte recht. Die Elfen besitzen ja eine gewisse Magie und auch wenn ich nicht weiß wie, lege ich einen Teil dieser Magie in meine Bögen.
Ohne es zu wissen wurde ich also zur Handwerkerin. Die Leute gaben mir Geld für meine Bögen und meine Pfeile. Dank Kern und seiner großzügigen finanziellen Unterstützung konnte ich mir alles kaufen was ich brauchte um meine Bögen zu bauen. Die Ottajasko Jegar baute mir sogar ein Haus in ihrem kleinen Dorf. Ich hatte dort ja schon die Jahre zuvor bei Kern gelebt, doch nun bekam ich ein eigenes Haus, in dem ich mir eine Werkstadt einrichten konnte. Die Jegar nahmen meine Bögen mit, wenn sie in den Süden fuhren und brachten mir den Erlös der Bögen mit. Ich konnte Kern alles zurückzahlen. Ich konnte mir überhaupt alles kaufen was ich brauchte. Den Rest gab ich Phileas Vater Brand, der als Hetmann der Ottajasko das Geld für die Gemeinschaft gut brauchen konnte. Ich bin heute sogar recht angesehen in der Otta.
Es passierte aber noch viel mehr. In der Zeit, in der ich mein Handwerk lernte, wurde ich sogar von Kern adoptiert. Ich war von da an Pan Kernsdotter von der Ottajasko Jegar. Ich habe mich so gefreut. Es war bei einem Jegarfest, ein Fest welches alle zwei Jahre im Dorf zu Ehren eines großen Helden, dem Gründer der Otta gefeiert wird, als Kern alle, inklusive mir, mit seiner Idee überraschte.
Nicht nur, dass ich in die Otta aufgenommen wurde. Auch mein Verhältnis zu Phileas änderte sich. Er verliebte sich in mich und ich mich wohl auch in ihn. Vier Jahre nachdem er mich praktisch aus dem Meer gefischt hatte, wurden wir zu einem Paar. Er zeigte mir Dinge zwischen Männern und Frauen von denen ich keine Ahnung hatte. Was mich bis heute erstaunt ist, dass er auch keine Ahnung davon hatte. Er sagt das zumindest, angemerkt habe ich es ihm nicht. Es war eine schöne Zeit. Leider war sie nicht von langer Dauer. Swafnan, Phileas bester Freund, mit dem auch ich mich immer gut verstand, konnte mit dieser Situation nicht umgehen. Vier Jahre lang waren wir zumeist zu dritt unterwegs und wenn jemand fehlte, war ich es und nicht er. Er war wohl eifersüchtig und außerdem fühlte er sich unwohl, wenn er Phileas und mich zur selben Zeit sah. Ich kann bei den Göttern nicht so gut mit Menschen umgehen wie Phileas, doch seine Liebe zu mir schien ihm die Augen vor Swafnans Gefühlen zu verschließen. Ich trennte mich also von Phileas. Es war wohl noch rechtzeitig, denn er und Swafnan sind heute noch Freunde. Er hat nie verstanden warum ich mich von ihm trennte, aber dennoch sind wir auch heute noch gute Freunde.
Im Jahre 1021 BF kam dann die große Schlacht gegen den Dämonenmeister. Ich selbst bin Zordos nicht gefolgt, doch Phileas und Swafnan sind damals mit ihm gegangen. Die ganze Zeit in der sie fort waren, hatte ich große Angst um sie und zu den Göttern gebetet, sie mögen gesund zurückkommen. Wie ich inzwischen weiß ist es ungewöhnlich, dass Elfen beten, aber ich tue es trotzdem, denn da ich in gewisser Weise unter Thorwalern aufgewachsen bin, liegt mir auch der Glaube der Menschen näher als der meiner Vorfahren.
Nun meine Gebete wurden anscheinend erhört, denn weder Phileas noch Swafnan starben. Sie wurden zwar beide schwer verletzt wie ich erfuhr, aber als sie wieder nach Hause kamen, gab es davon, außer der einen oder anderen Narbe, keine Spur mehr.
Phileas ging dann wieder für einige Zeit mit seiner Cousine Zordra in die Welt hinaus. In dieser Zeit waren Swafnan und ich etwas näher, als es wohl gut war. Phileas würde wohl mit keinem von uns beiden mehr ein Wort reden, wenn er davon wüsste. Diese Liebschaft dauerte auch nicht lange, denn ich wollte Phileas nicht so verletzen. Swafnan war der selben Meinung. Es ist schon merkwürdig. Auch wenn Swafnan nicht die hellste Kerze auf Dere ist und auch nicht so gut mit Menschen umgehen kann wie Phileas, so versteht er, wenn es um Gefühle geht, doch viel besser als Phileas. Nun aber sind Phileas, Swafnan und ich wieder in Freundschaft vereint und haben im Efferd, beim Jegarfest, Phileas beim Wettkampf um den Posten des Hetmanns unterstützt. Wir haben verloren doch im Efferd 1025 BF, in zwei Jahren also, beim nächsten Fest, werden wir es erneut versuchen.
Ich werde in den nächsten Tagen nach Andergast reisen und dort meine Bögen anbieten. In fünf oder sechs Wochen sollte ich zurück sein und dann werde Phileas, Swafnan und ich hinaus in die Welt ziehen und uns auf das nächste Jegarfest vorbereiten.

Aussehen & Persönlichkeit:

Pan ist nur 80 Finger groß und von sehr zierlicher Gestalt. Ihr langes weißes Haar und die großen, mandelförmigen, goldgespränkelten Augen lassen sie dennoch aus der Schar der Thorwaler in ihrer Otta herausstechen. Sie weiß, dass sie auf Menschen befremdend wirkt. Ihr ist aber auch bewusst, dass diese sie meistens dennoch attraktiv finden. Auch hat sie gelernt, dass es ihr oft hilft sich naiv zu stellen und hat daher einen gewissen kindlichen Charme entwickelt.
Bis heute hat sie keine Erinnerung an ihre Vergangenheit. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die meisten Elfen sie für ein strahlendes Beispiel des "Badok" halten. Sie kann damit gut leben, denn Elfen mag sie ohnehin nicht wirklich. Ihr ist aber bewusst, dass sie aber auch nicht wirklich zu den Thorwalern gehört. Es macht ihr schwer zu schaffen, nicht zu wissen wo sie hingehört, aber sie hat Angst davor nach ihrer Vergangenheit zu suchen.
Simon Ross (c), 2003 - 2012

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