| Deutschlandreise vom 13.10.2008 bis 31.10.2008 |
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Wieder ist ein Jahr ins Land gegangen. Der letzte Bericht scheint noch gar nicht so lang zurück zu liegen. Mir ist, als ob ich erst gestern mir den Kopf über den Bericht zerbrochen habe.
Über das ganze Hin und Her, ob man denn nun fahren würde und wenn in welcher Konstellation, ist die Zeit wie im Flug vergangen. Vielleicht trägt auch die Ankunft eines neuen Erdenbürgers dazu bei. Und das war ja auch der Grund, weshalb wir im letzten Bericht davon ausgegangen sind, dass es in diesem Jahr für einen Teil der Gruppe nichts aus dem Messe- und Deutschlandbesuch wird. Erstaunlich, dass gerade dieser Teil dann doch und fast als einziges zur Messe gefahren ist. Denn in diesem Jahr waren es Thomas, Alyssa und ich, die sich auf den weiten Weg zur Messe gemacht haben.
Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich meine zu Haus gebliebenen Gruppenmitglieder und Freunde vermisst habe. Es war schon komisch, nicht wie sonst üblich ein gemeinsames Gruppen-Essen zu haben. Im letzten Jahr haben wir – wenn wir auch nicht mehr gemeinsam in einem Hotel übernachtet haben – wenigstens noch gemeinsam gegessen und die Messe besucht. Es ist schon ein blödes Gefühl, wenn man seine, ein Jahr lang. vermissten Freunde in Deutschland endlich sieht und einem dann die Freunde von zu Hause fehlen. Ich hoffe sehr, dass es im nächsten Jahr wieder anders und wie früher wird.
Auf dem Weg nach Essen machten wir in diesem Jahr einen kleinen Umweg nach Immenstadt, um dort unseren Freund und DSA-Spieler Max, vielen besser bekannt als "Zhadrakas" von "Zhadrakas Heldenschmiede", zu besuchen. Es war ein lustiger Abend, der in eine lustige Nacht mündete (wie man links sehen kann). Thomas kümmerte sich liebevoll um unsere Tochter, so dass Max und ich so richtig plaudern konnte. Aber dennoch war die Zeit noch zu kurz. Deswegen freute ich mich schon, dass wir auf dem Rückweg noch einmal bei Max vorbei schauen würden.
Wie im letzten Jahr, haben wir natürlich wieder die Gelegenheit genutzt und meine Familie besucht. In Moers haben wir unser Quartier bezogen. Kurz vor dem eigentlichen Messebesuch erfuhren wir dann, dass Sanne sich auch auf den Weg nach Deutschland machen würde, um ihrerseits Freunde zu besuchen. Ein gemeinsamer Messebesuch, sowie ein gemeinsamer Besuch des Spieleabends bei unserer Freundin Hindaria kam aber leider nicht zu Stande, was ich sehr bedauere.
In diesem Jahr fand die Spielemesse an dem Oktoberwochende um den 23ten statt (23.10.-26.10.2008). Außerdem waren die Parkplätze in diesem Jahr im Umbau, so dass einige gesperrt waren. Busse brachten die Besucher zu den Parkplätzen und der erste Parkplatz war für die Presse reserviert. Die Journalisten konnten sich wenigstens nicht beschweren.
Auf einer Fläche von rund 44.100 qm, 8.100 qm mehr als im letzten Jahr, wurden Brettspiele aller Art, Kinder-, Gesellschafts-, Familien-, Erwachsenenspiele-, Strategie-, Post-, Abenteuer-, Fantasy-, Science-Fiction- und Computerspiele gezeigt. Natürlich fehlten auch die Klassiker Schach, Doppelkopf, Bridge, Go und Backgammon nicht. Wie im letzten Jahr gab es wieder verzierte Bauklötze, die man auch selber bearbeiten und verändern kann.
Im Jahr 2007 strömten 3.000 Besucher weniger als noch 2006 – "nur" 148.000 – Spielbegeisterte, Fachhändler, Pädagogen und Vertreter öffentlicher Einrichtungen aus dem In- und Ausland in die Essener Messehallen. In diesem Jahr dürften es wieder mehr gewesen sein.
Nach der Enttäuschung über den kleinen unauffälligen Ulisses-Stand im letzten Jahr, waren wir in diesem Jahr gespannt und hoffnungsvoll. Wir erwarteten einen größeren Stand oder eine auffälligere Aufmachung. Als wir aber den Stand erreichten, waren wir enttäuscht. Fast hätten wir ihn übersehen. Der Stand sah aus, wie in dem Jahr davor. Er wirkte sogar noch kleiner als im Jahr 2007. Wir ließen uns davon aber nicht abschrecken, denn man soll ein Buch ja auch nicht nach seinem Einband beurteilen und stille Wasser können immer noch tief sein.
Die Besetzung in diesem Jahr war wesentlich freundlicher und kommunikativer. Für das in diesem Jahr erschienene DSA-Computerspiel "Drakensang" hatte man zwei Computer aufgestellt, an denen erfahrene Spieler neugierigen Interessenten bei der Erkundung Aventuriens assistierten. Außerdem führten Alveraniare in die Welt des Rollenspiels und im besonderen DSA, ein. Dazu gab es eine eigens gedruckte Publikation mit Heldenbögen in Kartenform und einen kleinen Abenteuer. Neben den Alveraniaren stand auch Uli Kneiphoff für Fragen zur Verfügung.
Wie in jedem Jahr stand nach dem Besuch des DSA-Standes auch ein Abstecher zu den Würfeln auf dem Programm. Die Auswahl war wie erwartet riesig. Jedes Jahr gehe ich zu den Würfelständen und denke mir, dass man gar nicht immer neue Würfel erfinden kann und dass ich in diesem Jahr nur Wiederholungen sehen werde. Und jedes Jahr bin ich aufs Neue erstaunt, was man sich diesmal wieder einfallen lassen hat. So gab es in diesem Jahr eine reiche Beute an Meisterwürfeln.
In der Galeria konnten sich in diesem Jahr Kinder wunderbar austoben und ihnen wurde eine Menge geboten. Wo man sich allerdings im letzten Jahr noch gemütlich hinsetzen und etwas essen konnte, vermisste man in diesem Jahr Fressbuden und Sitzbänke schmerzlich.
Alles in allem dürfte die Messe wie im Jahr davor auch, ein voller Erfolg gewesen sein – auch für die vielen internationalen Händler, die in diesem Jahr ihre Spiele anboten. Das große internationale Publikum wusste das große Angebot zu schätzen. Auch Alyssa hatte ihren Spaß, wie man links sehen kann.
Neben dem Besuch der Messe freuten wir uns auch auf den traditionellen Spieleabend mit Hindaria (www.hindaria.de). Hindi hatte extra ihre Gruppe zusammen gerufen und nach einem gemeinsamen Essen, wollten wir dann endlich los legen. Da hatten wir aber die Rechnung ohne unsere Kleine gemacht. Alyssa bekam die beiden oberen Schneidezähne und wurde krank. Sie schrie und schrie und ließ sich auch durch langes Herumtragen von Papa nicht beruhigen. Es blieb uns nichts anderes übrig als vorzeitig auszuscheiden und uns zu verabschieden. Beide Seiten bedauerten das sehr.
Nach fast drei Wochen Eigenarten der Deutschen drohte Thomas als gebürtiger Österreicher schon einen Kollaps zu bekommen und da wir unseren Urlaub Krankheitsbedingt ohnehin schon überzogen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Bayern. Ich ging mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Meine Familie würde ich erst in einem Jahr wieder sehen, aber dafür freute ich mich schon auf Max und auf meine Freunde zu Hause.
Max hatte sich an beiden Tagen extra für uns Urlaub genommen. Da Alyssa aber krank geworden war und wir nicht hatten fahren können, konnten wir Max diesmal nur abends treffen. Er hatte aber gleich eine Überraschung für Alyssa bereit. Er schenkte Alyssa ihren ersten eigenen Würfel, einen roten Plüsch-W20. Froh leuchteten da die Augen unseres Kindes und auch wir waren hoch erfreut.
Max erzählte uns von seinem Lieblings-Rollenspielshop (www.heldenschmiede.eu), den er immer besuchte und dass er eben dort diesen Würfel erstanden habe. Natürlich habe ich mir den Laden unbedingt ansehen müssen und konnte Max Vorliebe für den Shop teilen. Die Heldenschmiede hat wirklich eine große Auswahl und das Personal ist sehr nett und hilfsbereit. Außerdem werden dort viele Aktivitäten angeboten. Wer dort in der Nähe wohnt und sich für Rollenspiel interessiert, sollte sich den Laden auf jeden Fall mal ansehen.
Auch an diesem Abend haben wir wieder gut gegessen und gelacht. Es waren sehr lustige Gespräche und wir hätten gern noch mehr Zeit mit Max verbracht. Aber am nächsten Tag stand noch eine lange Fahrt an und so konnten wir den Abend nicht zu lang werden lassen.
Die restliche Fahrt verlief dann aber auch recht ereignislos. Wir kamen gut zu Hause an – mit vielen neuen Eindrücken und jeder Menge Photos, von denen wir euch hier ein paar gezeigt haben. Nachträglich erfuhren wir dann auch noch, dass Michi auch in Deutschland gewesen war, es aber leider nicht zur Spielemesse geschafft hatte.
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Sonja
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| Sonja Fröhlich & Thomas Fröhlich (c), 2010 - 2012 |
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